Medienstadt Leipzig
Anfänge und Entwicklung
Durch die Einführung von Stadtrecht und Marktprivileg durch Markgraf Otto der Reiche von Meißen entwickelt sich Leipzig im 12. Jahrhundert zum Umschlagplatz von wichtigen Informationen. Auf der revolutionären Erfindung Johannes Gutenbergs (Buchdruck mit beweglichen Metall-Lettern) basierend, wird im Jahre 1485 in Leipzig eine Buchdruckerei in Betrieb genommen. Die Gründung symbolisiert zugleich den Beginn des Verlagswesens an der Pleiße. Davon zeugen heute namhafte Verlage wie Reclam, das Bibliographische Institut F.A. Brockhaus oder der Gustav Kiepenheuer Verlag und viele andere. In diesem Zusammenhang müssen auch der 1825 aus der Taufe gehobene Börsenverein des Deutschen Buchhandels sowie die Deutsche Bücherei, die seit 1912 ihren Sitz in der Stadt hat, erwähnt werden. Weltruhm erlangte das bis 1900 ausgebildetet Leipziger Grafische Viertel.

Anfang des 20. Jahrhunderts gründet der Volkswirtschaftler und Soziologe Professor Karl Bücher das erste akademische „Institut für Zeitungskunde“ in Deutschland und führt damit die Publizistik an deutschen Universitäten ein.

Die Vermittlung journalistischer Grundlagen sowie die Medienforschung spielen in Leipzig seitdem eine große Rolle. Zu DDR-Zeiten erlernt der journalistische Nachwuchs vor allem an der Karl-Marx-Universität, der heutigen Universität Leipzig, sein Handwerk. Hier ist zu diesem Zeitpunkt die Sektion Journalistik untergebracht. Seit 1993 dreht sich am Institut für Kommunikations- und Medienwissenschaft alles um Darstellungsformen und Co...

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